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Die Aktivitäten im Rahmen der inzwischen schon altbewährten Partnerschaft im Rahmen des TUSCH-projekts (Theater und Schule) waren in 2004 so vielfältig wie noch nie zuvor. Der Partnerschaftsgedanke ist nun also im dritten Jahr bei den Beteiligten so richtig 'angekommen'. Hinzu kommt, dass der Spielplan der Volksbühne diesmal viel thematisch Anregendes für Schule und Jugendliche bietet:
1. Mehrere Schülergruppen setzen sich im Rahmen des Deutschunterrichts und des Darstellenden Spiels mit Christa Wolfs Roman "Der geteilte Himmel" auseinander, das in einer dramatisierten Fassung in der Regie von Sebastian Hartmann im November an der Volksbühne Premiere hatte.
2. Die Tanzkompanie der Volksbühne unter Leitung des Choreographen Johann Kresnik widmet sich in ihrem letzten Projekt am Haus dem Maler Picasso. Mit dessen Leben und künstlerischem Werk beschäftigen sich Schüler im Französischunterricht , im Wahlpflichtfach Deutsch/Darstellendes Spiel und im Kunstunterricht.
3. Friedrich von Gagerns Stück "Ozean" über deutsche Amerikaauswanderer im 19. Jahrhundert, das im März in der Regie von Frank Castorf Premiere haben wird, beschäftigt Schüler im Englisch- und Geschichtsunterricht.
4. Um für das Partnerschaftsprojekt unabhängig von den besonderen Möglichkeiten bestimmter Fachbereiche und dem speziellen Engagement einzelner Kollegen eine breite Basis zu schaffen, hat die Schule sich per Konferenzbeschluss entschlossen, immer eine Jahrgang in besonderer Weise in das Projekt einzubeziehen. diesem Jahr sind dies die 10. Klassen. Führungen sowie Theaterbesuche und ein Projekt einer Musikkollegin, die sich mit der Musik und Musikalität in Marthalers Inszenierungen beschäftigen will, sind geplant.
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5. Das TUSCH-Sonderprojekt "Die Legende vom Glück ohne Ende", das an der Volksbühne angesiedelt ist. An dieser Tanztheaterproduktion unter Leitung der Tänzerin und Choreographin Simona Furlani sind Schülerinnen und Schüler von vier Schulen beteiligt. Die Ulrich-von-Hutten-Schule ist mit fünf Schülerinnen/Schülern und zwei Kolleginnen, die das Projekt dramaturgisch begleiten, beteiligt. Thematisiert wird eine Ost-West Begegnung der besonderen Art: Jugendliche aus verschiedenen Teilen der Stadt setzen sich anhand von Plenzdorfs Roman mit der Liebesgeschichte zwischen Paul und Paula und damit auch mit der so nahen und ihnen doch bereits fremden DDR-Vergangenheit auseinander. Welchen Rahmen für persönliche Glücksvorstellungen setzte das Regime und konnte Liebe ihn wohlmöglich sprengen? Wie sieht es aus im hiesigen und heutigen Berlin mit den Glücksvorstellungen Jugendlicher? Bietet die Gesellschaft ihnen einen Rahmen oder eine Grenze zur Verwirklichung?
6. Last but not least: Der TUSCH-Theater-Tag (TTT). Er hat mit dem Besuch des Gastspiels „Werther“ am Deutschen Theater durch eine 20-köpfige Schülergruppe seinen Auftakt genommen und wird im Oktober am HAU 2 fortgesetzt. Dann werden Jugendliche Gelegenheit haben, die „Big Art Group“ aus New York mit ihrem neuen Stück „House Of No More“ zu sehen und mit dem Regisseur Caden Manson zu diskutieren.
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Link zur TUSCH-Website: www.tusch-berlin.de
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