Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden

Am 13.02.2019 wurde die Ausstellung "27. Januar 2019 - Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz eröffnet. Gemeinsam mit der Gedenkstätte und fächerverbindend in den Leistungskursen Kunst und Geschichte arbeiteten Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs über Monate an dem Projekt. Nach gründlicher Recherche und dem Erstellen vieler Skizzen sind eindrückliche Plakate entstanden, die den Zugang junger Menschen im Umgang mit den Verbrechen des Nationalsozialismus zeigen. Die Sonderausstellung in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz (Am großen Wansee 56-58, 14109 Berlin) ist noch bis zum 15.03.2019 zu sehen.

Das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium bedankt sich bei der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, insbesondere bei Aya Zarfati und Matthias Haß, und freut sich auf die zukünftige Kooperation.

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Rede der Schülerinnen und Schüler anlässlich der Austellungseröffnung am 13.02.2019

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schülerinnen und Schüler,

mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 begann eine der dunkelsten Perioden in Europa, die die ganze Welt bewegte. Unter der grausamen Politik der NSDAP verloren Millionen von Menschen ihre Heimat, Familie und sogar ihr Leben. Insbesondere die gezielte Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden ist heute noch Thema. Aus diesem Grund wurde der 27. Januar als so geschichtsträchtiger und symbolischer Tag und in Anlehnung an die Befreiung des KZ Auschwitz von 1945 zum internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Zu diesem Anlass haben die Leistungskurse Geschichte und Kunst in Zusammenarbeit mit Vertretern vom Haus der Wannseekonferenz Plakate zum Gedenktag erstellt.

Über Wochen hinweg haben wir uns mit der Thematik befasst und ihre Bedeutung immer mehr verinnerlicht. Zu Beginn der Arbeitsphase nahmen wir an Exkursionen zur Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz und zum Jüdischen Museum teil und bekamen Informationen aus erster Hand. In Gruppen haben wir die verschiedenen Mahnmale Berlins besucht und deren Bedeutung diskutiert. Die dabei gewonnenen Erfahrungen nutzten wir für das Sammeln von Ideen und die Erstellung erster Skizzen. Durch den Austausch, auch gruppenübergreifend, kamen neue Ideen und Verbesserungsvorschläge dazu. Letztendlich wurde viel verworfen, geändert und hinzugefügt, bis die Endprodukte standen. Nach dieser intensiven Auseinandersetzung und diesem Entwicklungsprozess freuen wir uns nun, auf unsere Leistungen und die Ergebnisse blicken zu können. Indem wir in den Gruppen selbst Verantwortung übernahmen und fächerübergreifend arbeiteten, konnten wir uns das Thema Nationalsozialismus so facettenreich wie nur möglich erschließen, was angesichts seiner geschichtlichen  Bedeutung nur angemessen, aber häufig im gewöhnlichen Unterricht nicht in dem Umfang möglich ist.

Der Nationalsozialismus und die Verbrechen des Holocaust gelten als Sinnbilder für Unmenschlichkeit und es liegt an uns, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Wir möchten mit diesen Plakaten für den 27. Januar darin erinnern und Menschen zum Nachdenken anregen."

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