BI Dresdner Bahn



„Dresdner Bahn“ – ein Zukunftsthema für Lichtenrade


Expertenrunde mit Manfred Beck und Rainer Welz an der UvH

Am 22.02.2013 besuchten die Vorstandmitglieder der „Bürgerinitiative  Lichtenrade -  Dresdner Bahn e.V.“, Manfred Beck und Rainer Welz, den Wahlpflichtkurs Sozialwissenschaft (9. Klasse) im Unterricht. Dabei ging es in erster Linie um die Planungen zum Neubau der „Dresdner Bahn“ –Trasse, aber auch um die Tätigkeit und das politische Engagement von Bürgerinitiativen im Allgemeinen.


In einem Eingangsreferat erläuterten unsere Gäste zunächst den Planungsprozess zur „Dresdner Bahn“ –Trasse seit 1997 und begründeten somit, warum sich die Bürgerinitiative zu diesem Thema engagiert.

Anschließend wurden die unterschiedlichen Varianten der Bauausführung (ebenerdig oder Tunnellösung) ausgiebig diskutiert. Insbesondere die negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung Lichtenrades bei einem ebenerdigen Bau der Strecke wurden dabei berücksichtigt. So spielt der Lärm eine Rolle, der sich bei Anbindung der Trasse an den BBI vervielfachen würde. Paradoxerweise würden dann auch Lärmschutzmaßnahmen die Lebensqualität der Lichtenraderinnen und Lichtenrader verschlechtern. Durch den Bau einer Lärmschutzwand käme es zu einer Zweiteilung des Ortes. Ähnliches gilt auch für die Verkehrsführung. So ließe sich die Bahnstrecke (durch das hohe Zugaufkommen) kaum noch überqueren, bzw. die Unterführung in der Bahnhofstraße würde zu einer Verdichtung des Verkehrs und zu erhöhten Emissionen im Unterführungsbereich führen.


Einhellig wurde die Meinung vertreten, dass weder Schülerinnen und Schüler noch die BI „Dresdner Bahn“ gegen ein Ausbau der Strecke sind, sondern lediglich eine Tunnellösung befürworten. Die Bahn müsse für die Menschen da sein und könne nicht gegen die Menschen in Lichtenrade ihre Planungen durchsetzen wollen. Außerdem müsse sich die Bahn positionieren und die (Mehr-)Kosten für die Tunnellösung transparent gegenüberstellen.

Deutlich wurde außerdem, dass die erfolgreiche Arbeit einer Bürgerinitiative von vielen Faktoren abhängig ist. Entscheidend sind das persönliche Engagement der Mitglieder und des Vorstands, dann aber auch die Kontakte zur Politik (Entscheidungsträgern). Bei dem Thema „Dresdner Bahn“ zeigt sich, dass auch Spezialkenntnisse nötig sind, um mit Vertretern der Bahn, Behörden und der Politik auf Augenhöhe diskutieren zu können. Daneben spielen auch die Unterstützer außerhalb der Bürgerinitiative (16.000 Unterschriften) eine Rolle sowie die finanziellen Mittel.

Der Erfolg der BI bemisst sich darin, dass der Bau der ebenerdigen Trasse bisher verhindert worden ist. Um aber langfristig für die junge Generation Planungssicherheit zu erhalten, sollten sich Bahn und Politik langfristig für die Tunnellösung entscheiden.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Beck und Herrn Welz für die kompetente Unterstützung in unserem Unterricht. Außerdem bedanken wir uns bei der „Bürgerinitiative Lichtenrade – Dresdner Bahn“ für die großzügige Spende für unser Unterrichtsprojekt „Die Bahnhofstraße in 30 Jahren“.