Jugend forscht 2016

Nach mehrjähriger Pause haben Schüler_Innen  unserer Schule wieder am populärsten Schüler_Innenwettbewerb teilgenommen und an alte Traditionen anknüpfend die ersten beiden Plätze belegt.

Sophie Osterwald und Melissa Gulde waren ihre Erfolge bei der Internationalen Biologieolympiade noch nicht genug. Die Vitamin C Bestimmung mit der „clock-reaction“ hatten sie bei diesem Wettbewerb kennengelernt und auch bemerkt, dass dieses Messverfahren nicht zuverlässige reproduzierbare Ergebnisse liefert.

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Nach hunderten von Messungen unter verschiedenen Bedingungen, Literaturstudium, Kommunikation mit Professoren der ETH-Zürich waren sie dann wesentlich schlauer und hatten Theorie und Praxis zufriedenstellend gebändigt.

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Das hätte gut eine Siegerarbeit sein können, wenn nicht da einer gewesen wäre, dessen Projekt die Juroren noch besser fanden: Leander Düntsch - natürlich auch von der UvH!

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Leander hat sich schon seit der 9. Klasse mit dem Recycling von Neodym beschäftigt. Dieses Element aus der Gruppe der „Seltenen Erden“ (das sind die, die im Periodensystem ganz unten stehen) wird für die Supermagnete in HDD-Festplatten, Handys, Windrädern u.a. benötigt. Die Rohstoffvorkommen sind begrenzt, nur wenige asiatische Länder besitzen wirtschaftlich bedeutende Vorkommen – wie kann man den Elektroschrott wirtschaftlich wieder recyceln? Leander hat zwei traditionelle Trennverfahren aufgegriffen, Varianten ausprobiert und die Verfahren optimiert. Die vielen Stunden experimenteller Arbeit und die dabei gewonnenen Erkenntnisse haben den Juroren am meisten imponiert und Leander wurde der erste Platz zugeteilt. Damit nahm Leander als Vertreter des Regionalwettbewerbs Berlin Süd am Landeswettbewerb teil und kam dort auf den zweiten Platz. Zweitbester in Berlin - das ist nicht schlecht! Für den ersten Platz und die Teilnahme am Bundeswettbewerb fehlte noch die kreative, eigene Idee für ein neues Verfahren. Einiges hat er schon ausprobiert, aber wie in der Forschung üblich, wenn man Neuland betritt: Nicht alles funktioniert gleich beim ersten Mal so, wie man sich das erhofft. Man benötigt Ausdauer und manchmal auch ein bisschen Glück. Das Projekt kann also noch weitergeführt werden!

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