Jugend forscht 2017

Für die Buchhalter die bisherige Bilanz in Kürze:

Regionalwettbewerb:

·         2. Platz in Arbeitswelt

·         1. Platz in Biologie

·         1. Platz in Chemie

Landeswettbewerb:

·         1. Platz in Biologie

·         2. Platz in Chemie

Bundeswettbewerb:

·         ??? (findet im Mai statt)

Die Projekte:

Biologie:

Bodenfauna als Bioindikator: „Lassen sich Auswirkung der ehemaligen Müllablagerung im heutigen Naturpark Marienfelde auf die Population der wirbellosen Bodentiere nachweisen?“ von Daniela von Jerin. Auf zwei Flächen wurde die Bodenfauna untersucht: Einmal direkt an der ehemaligen Deponie, zum anderen auf einer Vergleichsfläche. Unterschiede waren da, aber ein möglicher negativer Einfluss von Schadstoffen aus dem Boden der Deponie ließ sich nicht nachweisen.

D2.jpgDanielas Stand auf dem Regionalwettbewerb

Daniela hat sehr selbständig, sorgfältig und mit verschiedenen, zum Teil innovativen Methoden diese komplexe Thematik angegangen. Das entging auch nicht der Aufmerksamkeit der Juroren: nach dem ersten Platz im Regionalwettbewerb wurde sie Landessiegerin und vertritt Berlin im Bundeswettbewerb im Mai.

D1.jpgAlte Bekannte besuchen Danielas Stand auf dem Landeswettbewerb

Chemie:

„Recycling von Neodym mittels Ionenaustauschern.“ von Leander Düntsch. Leander hatte mit einem ähnlichen Thema schon letztes Jahr im Landeswettbewerb den ersten Platz nur knapp verfehlt und landete auf dem zweiten Platz. Damals hatte er mit klassischen Trennverfahren das Neodym aus Elektroschrott wieder aufbereitet. Die Ausbeute war dabei noch nicht zufriedenstellend - also wurde das Projekt fortgesetzt: Neue Methoden mussten her. Viele verschiedene Verfahren wurden getestet, bis sich schließlich ein gangbarer Weg abzeichnete. Ganz nebenbei wurde ein neuer metallorganischer Komplex entdeckt, der sich zur Analyse von seltenen Erden im Mikro- und Nannomol-Bereich eignet. Das sind für eine Jugend forscht Arbeit außergewöhnlich gute Ergebnisse.

L1.jpgLeander beim Regionalwettbewerb

Nach einem souveränen ersten Platz im Regionalwettbewerb schien der Landessieg fast sicher - es gab nur eine Möglichkeit, dass dies nicht erreicht werden würde: eine noch bessere Arbeit der Konkurrenz. Eigentlich unwahrscheinlich, aber wie das Leben so spielt… Bengü Sahin von der Romain-Rolland-Schule hatte an der FU mit allen High-Tec-Möglichkeiten eines modernen Labors das hochaktuelle Thema der Elektroenergiespeicherung in Redox-Flow-Zellen mit entscheidendem Erfolg weiterentwickelt. Daran konnten die Juroren nicht vorbeigehen - auch wenn sie bei der Siegerehrung eingestehen mussten, dass es ihnen sehr schwer gefallen ist, Leanders Arbeit (wieder) nur auf den zweiten Platz zu setzen. Auf jeden Fall sendet Berlin mit Bengü eine Vertreterin in den Bundeswettbewerb, die gute Chancen hat, in der Chemie ganz vorne erfolgreich abzuschneiden. Aber Leander muss sich deshalb nicht grämen, es gibt nur sehr wenige Menschen, die zweimal hintereinander in einem Jugend forscht Landeswettbewerb den zweiten Platz erreicht haben!

L2.jpgGroßes Interesse beim Landeswettbewerb

Arbeitswelt:

„Lässt sich ein Einfluss der Extraktionsdauer auf den Geschmack von Espresso nachweisen?“ von Melissa Guide und Sophie Osterwald. Die beiden haben für halb Lichtenrade Espresso gekocht und die Testpersonen dann befragt, welche Variante am besten schmeckt. Ergebnis: Die Herstellungsvariante, von der die beste Geschmacksqualität erwartet wurde, schmeckte auch einer signifikanten Mehrheit der Testpersonen am besten. Der Juroren war es wohl zu wenig innovative Technik und zu viel Evaluationsakrobatik. Immerhin sprang ein zweiter Platz im Regionalwettbewerb heraus.

M&S2.jpgMelissa und Sophie auf dem Regionalwettbewerb